Lagerklasse (LGK)
Definition:
Eine Lagerklasse (LGK) ist eine sicherheitstechnische Klassifizierung für Gefahrstoffe, die anhand ihrer chemisch-physikalischen und toxikologischen Eigenschaften bestimmten Lageranforderungen zugeordnet werden.
Die Lagerklassen dienen der sicheren Lagerung und Handhabung gefährlicher Stoffe und Gemische und basieren auf der deutschen TRGS 510 (Technische Regel für Gefahrstoffe) sowie dem Zusammenlagerungskonzept des Verbands der Chemischen Industrie (VCI).
Ziel ist es, Gefahren wie Brände, Explosionen, Reaktionen, Leckagen oder toxische Expositionen zu verhindern, indem Stoffe mit inkompatiblen Eigenschaften nicht gemeinsam gelagert werden.
Beispiele für Lagerklassen
Typische LGKs sind:
- LGK 3 – entzündbare Flüssigkeiten
- LGK 6.1 – giftige Stoffe
- LGK 8 – ätzende Stoffe
- LGK 10–13 – entzündbare Feststoffe, selbstzersetzliche Stoffe, pyrophore Stoffe, organische Peroxide
- LGK 12 – nicht entzündbare Flüssigkeiten ohne weitere Gefahren
Hinweis auf Rechtsverbindlichkeit und Gefährdungsbeurteilung
Die Lagerklassen sind verbindlich im Sinne des Gefahrstoffrechts und Grundlage für betriebliche Lagerkonzepte, Gefährdungsbeurteilungen, Brandschutz- und Explosionsschutzkonzepte sowie Kennzeichnungspflichten.
Quellen / weiterführende Links:
TRGS 510 – Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern (BMAS/BAuA): BAuA - Regelwerk - TRGS 510 Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern - Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
VCI-Konzept zur Zusammenlagerung: Zusammenlagerung von Gefahrstoffen & VCI Lagerklassen
Gefahrstoffverordnung (GefStoffV): https://www.gesetze-im-internet.de/gefstoffv_2010/
Herausforderungen beim Umgang mit Lagerklassen:
Fehlerhafte oder fehlende LGK-Zuordnung
Werden Gefahrstoffe falsch klassifiziert oder ohne LGK-Bezug gelagert, können chemische Reaktionen, Brandrisiken oder gesetzliche Verstöße entstehen.
Quellen / weiterführende Links:
BAuA – Umsetzung TRGS 510 & Gefahren bei falscher Lagerung: https://www.baua.de
Komplexität bei Mischlagern & Logistikflächen
Lagerlogistik in chemischen Betrieben, Distributionszentren oder Speditionen erfordert genaue Abgleiche der LGK-Kompatibilität — besonders bei gemischten Gefahrstofflagern.
Fehlende Transparenz führt zu Sicherheitsrisiken und Verzögerungen.
Quellen / weiterführende Links:
VCI-Leitfaden zur Zusammenlagerung: https://www.lisam.de/lagerklasse-zusammenlagerung-gefahrstoffe/
Lösungsansatz von Loady:
Standardisierte Angabe von Lagerklassen& Inkompatibilitäten
Loady ermöglicht es, LGKs und spezifische Lageranforderungen strukturiert zu hinterlegen. Logistikpartner erkennen vorab, welche Produkte besondere Lagerbedingungen, getrennte Zonen oder dokumentierte Sicherheitsmaßnahmen erfordern.
Digitale Bereitstellung von Sicherheitsinformationen & Standortvorgaben
Durch klare, digitale Informationen werden fehlerhafte Lager- oder Umschlagprozesse reduziert — beispielsweise bei temporärer Lagerung vor oder nach Transportaufträgen.



