Be- und Entladeanweisungen
Definition:
Be- und Entladeanweisungen beschreiben die vorgeschriebenen Abläufe, Sicherheitsmaßnahmen und technischen Anforderungen beim Be- oder Entladen von Fahrzeugen an einem Standort.
Sie regeln, wie, wo und unter welchen Bedingungen Güter verladen oder entladen werden dürfen – unter Berücksichtigung von Arbeitssicherheit, Umweltschutz und Prozessvorgaben.
Typische Inhalte sind:
- Zuständigkeiten und Freigabeprozesse (Wer darf be- oder entladen?)
- Technische Vorgaben (z. B. Schlauchtypen, Kupplungen, Erdung)
- Sicherheitsmaßnahmen (z. B. PPE/PSA,Notfallplan, Absperrungen)
- Dokumente und Freigaben (z. B. CMR, eECD, Gefahrgutpapiere)
- Standort- und Rampeninformationen
Be- und Entladeanweisungen sind ein zentraler Bestandteil der betrieblichen Sicherheitsorganisation und tragen zur Vermeidung von Unfällen, Produktschäden und Wartezeiten bei.
Quellen / weiterführende Links:
BG RCI – Sicheres Be- und Entladen von Tankfahrzeugen: Berufsgenossenschaft Rohstoffe und Chemische Industrie
ECTA – Best Practice Guidelines for Safe (Un)loading Operations: Guidelines | ECTA - European Chemical Transport Association
VDSI – Lade- und Entladeprozesse in der Logistik sicher gestalten: Start / VDSI - Verband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit e.V.
Herausforderungen bei Be- und Entladeanweisungen:
- Uneinheitliche oder veraltete Anweisungen: Standorte pflegen Abläufe oft in verschiedenen Dokumenten oder Sprachen, was zu Missverständnissen führt.
- Fehlende Transparenz für Spediteure und Fahrer: Viele Anweisungen sind nichtöffentlich zugänglich oder werden erst bei Ankunft ausgehändigt.
- Manuelle Kommunikation: Anweisungen werden per E-Mail, PDF oder Aushang verteilt, wodurch Aktualisierungen schwer nachzuverfolgen sind.
- Sicherheitsrisiken durch Unkenntnis: Fahrer, die den Standort oder die Abläufe nicht kennen, können Sicherheitsvorgaben unbewusst verletzen.
- Keine Systemintegration: Vorgaben zu Dokumenten, PPE/PSA oder Equipment werden selten automatisiert an TMS- oder Telematiksysteme übermittelt.
Quellen / weiterführende Links:
DGUV Regel 114-610 – Tätigkeiten in der Logistik: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung - DGUV
Cefic & ECTA – Responsible Care Guidelines for Safe Loading and Unloading: Home - cefic
Fraunhofer IML – Digitalisierung operativer Logistikprozesse: Logistik Planung, Forschung & Entwicklung - Fraunhofer IML
Lösungsansatz von Loady:
Loady ermöglicht es, Be- und Entladeanweisungen zentral, strukturiert und mehrsprachig zu verwalten.
Standortbetreiber können genau definieren, welche Sicherheitsvorgaben, PPE/PSA, Dokumente oder technischen Ausrüstungen erforderlich sind – direkt verknüpft mit dem jeweiligen Ladepunkt und Produkt.
Die Informationen werden digital und standardisiert bereitgestellt, sodass Fahrer, Spediteure und Disponenten bereits vor Ankunft alle relevanten Anforderungen kennen.
Über Schnittstellen können diese Vorgaben in bestehende Systeme (z.B. TMS,Telematik oder Yard-Systeme) eingebunden werden.
Das Ergebnis: mehr Sicherheit, weniger Missverständnisse, geringere Wartezeiten und reibungslose Abläufe beim Be-und Entladen.



