SULID
Definition
SULID (Site (Un)Loading Information Document) ist ein von CEFIC, ECTA, FETSA und FECC gemeinsam entwickeltes Standardformular, das sicherheits‑, prozess‑ und ortsspezifische Informationen zum (Ent‑)laden an Standorten strukturiert festhält. Ziel ist es, technische und sicherheitsrelevante Daten zwischen (Ent‑)ladestellen, Verladern, Logistikdienstleistern und Fahrern einheitlich und harmonisiert auszutauschen. Es existieren Varianten für lose Ware (flüssig/Schüttgut) und verpackte Ware.
Die SULID‑Guidelines beschreiben, wie Unternehmen das Formular standortspezifisch ausfüllen und übergeeignete Kanäle bereitstellen, damit LSPs und Fahrer im Vorfeld über PPE, Zugang, Slot‑Booking, Verkehrsführung, Dokumente etc. informiert sind. CEFIC stellt dazu ausfüllbare PDFs (u.a. EN/DE) bereit.
Quellen /weiterführende Links:
CEFIC – Guidance on how to use SULID: Guidance on how to use the Site (Un)loading Information Document (SULID) | Cefic Library
CEFIC – SULID Information Document: Document
FECC Logistics Comitee – SULID: Logistics - FECC
CEFIC – SULID form: SiteUnLoadingInformationDocument-Bulk_Liquid_EN-GUIDELINES-SULID.pdf
Herausforderungen beim Umgang mit SULID
Medienbruch & Aktualität
SULID ist PDF‑basiert. In der Praxis führt das zu verteilten, uneinheitlichen Versionen (lokale Kopien, E‑Mail‑Anhänge, Webseiten‑Uploads). Änderungen an Standortregeln, PPE oder Zugang werden nicht immer zeitgleich an alle Partner gespielt – ein Risiko für veraltete Informationen im Tagesgeschäft. (Die SULID‑Guidelines selbst empfehlen deshalb, auf Aktualität zu achten und über geeignete Kanäle zu informieren.)
Fragmentierte Daten in der Lieferkette
SULID deckt primär Standort‑ und Sicherheitsinformationen ab. Viele weitere produkt‑ und transportbezogene Daten (z.B. Gefahrgutklassifizierung, Kupplungen/Anschlüsse, Verpackungsdetails, Reinigungsstatus, Dokumentenanforderungen) liegen in separaten Systemen vor – mit hohem manuellem Pflegeaufwand und potenziellen Inkonsistenzen entlang der Kette. (Die CEFIC‑Bibliothek verweist insgesamt auf zahlreiche Einzelrichtlinien – SULID ist ein wichtiger Baustein, aber kein integriertes Datensystem.)
Compliance & Safety by Design
CEFIC verweist in seinen Best‑Practice‑Guidelines (u.a. zu sicherem (Ent‑)laden) explizit auf SULID als Werkzeug. Dennoch bleibt die sichere, regelkonforme Umsetzung abhängig von konkret gepflegten, aktuellen Daten an jedem Standort. Ohne digitale Durchgängigkeit drohen Fehler, Verzögerungen und Mehrkosten.
CEFIC‑Kontext (SQAS & Safety Culture)
Im SQAS‑Umfeld ist SULID als Referenz verankert (z.B. Hinweis, SULID zur Sammlung und Kommunikation der Standortbedingungen zu nutzen). Das unterstreicht seine Bedeutung in Audits – ersetzt aber keine zentrale, transaktionsfähige Datenplattform.
Quellen /weiterführende Links:
CEFIC – Guidance on how to use SULID: Guidance on how to use the Site (Un)loading Information Document (SULID) | Cefic Library
CEFIC – SULID Information Document: Document
CEFIC – Safety Guidelines: Safety Guidelines | Cefic Library
Certifico – SULID Guidelines: Best Practice Guidelines for Safe (Un) Loading of Road Freight Vehicles
SQAS: SQAS
Lösungsansatz von Loady
SULID war ein wichtiger Vorläufer, um Standort‑/Sicherheitsinformationen zu standardisieren. Loady führt diesen Ansatz digital und ganzheitlich weiter – als zentrale, versionierte Datenplattform für Standort‑, Produkt‑ und Transportanforderungen, die nahtlos geteilt und prozessual genutzt werden können. So werden die Ziele von CEFIC (Sicherheit, Harmonisierung, Effizienz) operativ skalierbar. (SULID: Formular‑Guideline; Loady: produktiver Daten‑Backbone.)
So ersetzt/übertrifft Loady SULID in der Praxis:
Digitale Single Source of Truth statt PDFs
Loady konsolidiert alle (Ent‑)lade‑, Standort‑, Produkt‑ und Transportanforderungen in einem strukturierten, versionierten Datenmodell – inklusive Verantwortlichkeiten und Freigaben. Änderungen werden zentral gepflegt und verteilt, sodass alle Partner (Verlader, LSPs, Kunden) stets auf aktuelle Informationen zugreifen.
Warum relevant zu CEFIC/SULID: SULID sieht vor, ausgefüllte Dokumente zu veröffentlichen und LSPs zu informieren; Loady automatisiert genau diese Aktualitäts- und Verteilungslogik.
Mehr Inhaltstiefe: Standort + Produkt + Logistik
SULID konzentriert sich auf Standort‑ und Betriebsaspekte (PPE, Zugang, Slot‑Booking, Verkehrsführung, Dokumente). Loady ergänzt dies um produkt‑spezifische Anforderungen (z.B. Anschlüsse/Kupplungen, Temperaturfenster, Verpackungen, Reinigung, Gefahrgutangaben) sowie transportrelevante Daten – und verknüpft sie mit konkreten (Ent‑)ladepunkten. Ergebnis: End‑to‑end‑Konsistenz über alle Datenfelder, die heute in CEFIC‑Richtlinien über Einzeldokumente verteilt sind.
Compliance & Auditfähigkeit by Design
Was SULID als Best‑Practice‑Dokument vorgibt, wird in Loady systemisch abgesichert: Pflichtfelder, Gültigkeiten, Änderungsprotokolle, Rollen/Freigaben und maschinenlesbare Exporte für TMS/WMS/ERP. Das erleichtert SQAS‑Nachweise, reduziert Fehler und stärkt Sicherheit entlang der Kette.
CEFIC/SQAS‑Kontext: SQAS verweist auf die Nutzung von SULID‑Inhalten; Loady liefert diese Informationen nachhaltig, auditfähig und integriert.
Mehrsprachigkeit & operative Nutzbarkeit
CEFIC stellt SULID in mehreren Sprachen als PDF bereit (z.B. EN/DE). Loady hält mehrsprachige Datensätze einheitlich gepflegt und stellt sie rollenbasiert bereit – vom Planer über den Dispatcher bis zum Fahrer (über schnittstellenfähige Formate oder Portale). Ergebnis: weniger Rückfragen, schnellere Abwicklung, weniger Sicherheits‑ und Compliance‑Risiken.
Nahtlose Aktualisierung statt manueller Umläufe
Während SULID empfiehlt, aktualisierte PDFs zu posten/zu versenden, übernimmt Loady Verteilung & Benachrichtigung pro Standort/Produkt/Partner – inklusive Versionen, wirksamen Daten und Änderungshistorie. Das schließt die „Informationslücke“ zwischen Ersteller und Anwender.



