Verpackung

Verpackung

Verpackungssystem / Packaging / Packaging System / Gebinde

Definition:

Eine Verpackung ist jedes Mittel, das dazu dient, ein Produkt zu schützen, zu bündeln, zu lagern, zu transportieren und zu kennzeichnen.
In der Logistik und Industrie – insbesondere in der Chemie-, Lebensmittel- und Pharmabranche – erfüllen Verpackungen neben dem physischen Schutz auch regulatorische und sicherheitsrelevante Funktionen.

Sie sind ein zentraler Bestandteil der Supply Chain und tragen maßgeblich zur Produktqualität, Prozesssicherheit und Nachhaltigkeit bei.

Arten von Verpackungen und Behältersystemen:

  1. Primärverpackung
    Direkter Kontakt mit dem Produkt (z.B. Kanister, Flasche, Sack, Trommel).
    Dient dem Schutz und der Reinheit der Ware.
  2. Sekundärverpackung
    Umhüllung oder Zusammenfassung mehrerer Primärverpackungen zu einer logistischen Einheit (z.B. Karton, Kiste, Schrumpffolie).
  3. Tertiärverpackung
    Ermöglicht Lagerung und Transport (z.B. Paletten, IBCs, Big Bags, Gitterboxen).
  4. Mehrweg- und Poolingverpackungen
    Systeme, die auf Wiederverwendung und Rückführung ausgelegt sind (z.B.CHEP-Boxen, Mehrwegfässer, Kunststoffpaletten).

Spezielle Verpackungs formen in der Industrie

Relevante Normen & Standards

  • ISO 9001 / ISO 14001 – Qualitäts- & Umweltmanagement
  • ISO 16106 / ISO 21898 – Verpackung für Gefahrgut & FIBC
  • UN Recommendations on the Transport of Dangerous Goods
  • ISPM-15 – Holzverpackungen im internationalen Handel
  • EFTCO / ENFIT Richtlinien – Reinigung & Hygienestandards
  • VerpackG (DE) – Gesetz über das Inverkehrbringen und Recycling von Verpackungen

Quellen / weiterführende Links:
ISO 21898:2004 – Flexible intermediate bulk containers (FIBC):
ISO 21898:2024 - Packaging — Flexible intermediate bulk containers (FIBCs) for non-dangerous goods
Bundesumweltamt – Verpackungsgesetz (VerpackG):
https://www.umweltbundesamt.de

Herausforderungen beim Umgang mit Verpackung:

  1. Fehlende Standardisierung & Intransparenz in der Supply Chain
    Verpackungsanforderungen (z.B. zugelassene Behälter, Reinigungszustände, UN-Zertifizierung) werden häufig manuell oder unvollständig kommuniziert.
    → Folge: Fehlverladungen, Produktverunreinigung oder Stillstände.

Quellen / weiterführende Links:
ECTA / CEFIC – Best Practices on Cleaning and Packaging:
Guidelines | ECTA - European Chemical Transport Association

  1. Rückführungsprozesse und Reinigungspflichten
    Bei Mehrwegverpackungen (z.B. IBC, Fässer) sind Reinigungsverfahren, Rückhollogistik und Dokumentationspflichten komplex und oft unkoordiniert.

Quellen / weiterführendeLinks:
EFTCO – eECD System & Cleaning Requirements:
https://www.eftco.org

  1. Nachhaltigkeit & regulatorischer Druck
    Das Verpackungsgesetz (VerpackG) und EU-Verordnungen fordern Recyclingfähigkeit und Nachweis über Wiederverwendung.
    Viele Unternehmen haben keine zentralen Daten, um diese Vorgaben effizient nachzuweisen.

Quellen / weiterführende Links:
Europäische Kommission – Packaging and Packaging Waste Regulation:
https://environment.ec.europa.eu

Lösungsansatz von Loady:

Zentrale Definition von Verpackungs- und Gebindeanforderungen
Loady ermöglicht es, pro Produkt und Standort klar zu definieren, welche Verpackungsarten (z.B. IBC, Big Bag, Kanister, Palette) zugelassen, empfohlen oder ausgeschlossen sind.
So werden Verpackungsanforderungen konsistent entlang der gesamten Lieferkette kommuniziert.

Klare Kennzeichnung von Reinigungs- und Rückführungsanforderungen
Für Mehrweg- und Gefahrgutverpackungen können in Loady Reinigungsvorgaben, eECD-Pflichten und Rückgabebedingungen standardisiert hinterlegt werden.
Das schafft Transparenz und erleichtert die Compliance mit UN-, ISO- und EFTCO-Vorgaben.

Mehrsprachige und einheitliche Datenbasis
Alle Partner — vom Verlader über den Spediteur bis zum Fahrer — greifen auf die gleiche, mehrsprachige Datenbasis zu.
Dadurch wird verhindert, dass Verpackungsanforderungen falsch interpretiert oder übersehen werden.

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