ADR

Das ADR (Accord européen relatif au transport international des marchandises dangereuses par route) ist ein internationales Übereinkommen, das die Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße regelt. Das ADR enthält detaillierte Vorschriften zur Verpackung, Kennzeichnung und Ladungssicherung von Gefahrgut, um die Sicherheit während des Transports zu gewährleisten . Ursprünglich ein europäisches Abkommen, wird das ADR mittlerweile weltweit angewendet. Es wurde 1957 in Genf unterzeichnet und ist seit 1968 in Kraft. Das ADR klassifiziert gefährliche Güter in verschiedene Klassen, je nach Art der Gefahr (z.B. explosive Stoffe, entzündbare Flüssigkeiten). Dokumentation: Es legt fest, welche Dokumente während des Transports mitgeführt werden müssen, einschließlich der Gefahrgutbeförderungspapiere. Fahrer und andere am Transport beteiligte Personen müssen spezielle Schulungen absolvieren und regelmäßig auffrischen.

ADR Gefahrgutklassen

Das ADR unterteilt gefährliche Stoffe in neun Gefahrgutklassen, die je nach Art der Gefahr kategorisiert sind. Diese Klassifizierung stellt sicher, dass Transport, Kennzeichnung und Sicherheitsmaßnahmen einheitlich und nachvollziehbar geregelt sind. Die Klassen umfassen:

  • Klasse 1: Explosive Stoffe und Gegenstände
  • Klasse 2: Gase
  • Klasse 3: Entzündbare flüssige Stoffe
  • Klasse 4.1: Entzündbare feste Stoffe
  • Klasse 4.2: Selbstentzündliche Stoffe
  • Klasse 4.3: Stoffe, die bei Berührung mit Wasser entzündliche Gase bilden
  • Klasse 5.1: Entzündend (oxidierend) wirkende Stoffe
  • Klasse 5.2: Organische Peroxide
  • Klasse 6.1: Giftige Stoffe
  • Klasse 6.2: Ansteckungsgefährliche Stoffe
  • Klasse 7: Radioaktive Stoffe
  • Klasse 8: Ätzende Stoffe
  • Klasse 9: Verschiedene gefährliche Stoffe und Gegenstände

Das ADR schreibt vor, welche Sicherheits- und Notfallausrüstung Fahrzeuge mitführen müssen, darunter Feuerlöscher, persönliche Schutzausrüstung, Warnwesten und Notfallkarten. Zusätzlich definiert das ADR die verpflichtende Dokumentation wie Beförderungspapiere, schriftliche Weisungen und Schulungsnachweise. Diese Vorgaben dienen dazu, im Ernstfall schnell und angemessen reagieren zu können.

Herausforderungen in Bezug auf ADR bei Transporten:

Komplexe und sicherheitskritische Anforderungen an Gefahrguttransporte
Der Transport gefährlicher Güter unterliegt strengen Sicherheits- und Compliance-Regeln. Unternehmen müssen sicherstellen, dass Stoffe korrekt klassifiziert, gekennzeichnet, dokumentiert und gehandhabt werden. Schon kleine Fehler in Daten oder Prozessen können zu gravierenden Risiken für Gesundheit, Umwelt und Infrastruktur führen.
Quelle: UNECE ADR Framework, European Commission Transport of Dangerous Goods Guidance

Dezentrale, uneinheitliche und oft manuelle Informationsprozesse
Angaben zu Gefahrgut- und Ladeanforderungen werden in vielen Unternehmen in unterschiedlichen Systemen oder Dokumenten gepflegt (z. B. Excel-Listen, PDF-Dokumenten, E-Mails). Dadurch entstehen Medienbrüche, Versionskonflikte und Abstimmungsaufwand zwischen Logistik, Gefahrgutbeauftragten und Transportpartnern. Fehlerhafte oder fehlende Informationen führen zu Verzögerungen oder fehlerhaften Transportvorbereitungen.
Quelle: European Chemicals Agency (ECHA) – Transport Safety Guidelines

Hohe rechtliche und finanzielle Risiken bei Fehlern oder Verstößen
Verstöße gegen ADR-Regelungen können erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen —von Sicherheitsvorfällen über Transportunterbrechungen bis hin zu Bußgeldern, Haftungsrisiken und strafrechtlichen Folgen. Unternehmen tragen daher eine hohe Verantwortung, korrekte und aktuelle Informationen bereitzustellen und jederzeit nachweisen zu können.
Quelle: UNECE ADR Compliance Requirements / EU Gefahrgut-Bußgeldkatalog

Vorteile von Loady:

Zentralisierte, strukturierte Gefahrgut-und Standortinformationen
Loady stellt sicher, dass alle sicherheitsrelevanten Anforderungen — von Standort- und Ladebedingungen bis hin zu produktspezifischen Vorgaben — in einer zentralen, validierten Datenquelle gepflegt werden. Informationen sind einheitlich, vollständig und für alle berechtigten Partner verfügbar.

Mehrsprachige, standardisierte Daten für reibungslose Abläufe
Mit Loady erhalten Fahrer und Logistikpartner klare und einheitliche Anforderungen, bereits vor Ankunft am Standort — inklusive ADR-relevanter Angaben. Das reduziert Missverständnisse, Wartezeiten und Rückfragen und erhöht Planungssicherheit und Compliance.

Nachvollziehbare und konsistente Datenhaltung
Durch die zentrale Datenplattform lässt sich jederzeit nachvollziehen, welche Anforderungen gelten, wer sie gepflegt hat und wann sie aktualisiert wurden. Das schafft Transparenz und unterstützt Compliance-Nachweise gegenüber Behörden und Partnern.

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