Strukturierte Vorladerestriktionsdaten als Grundstein für digitale Zusammenarbeit in der Liquid-Bulk-Logistik
Eine Positionsbestimmung von Loady zur Weiterentwicklung von Qualitäts- und Reinigungsprozessen.
Executive Summary
Die sichere und effiziente Logistik von Flüssigprodukten hängt wesentlich von der Kontrolle sogenannter Vorladerestriktionen ab – also der Regel, welche Stoffe in einem Tank oder Container vor einem bestimmten Produkt transportiert werden dürfen.
Bislang beruhen diese Prüfungen auf manuell gepflegten Listen und individueller Erfahrung.
Dies führt zu hohen Aufwänden, inkonsistenten Daten und zu vermeidbaren Zwischenfällen an Werkstoren und Reinigungsanlagen.
Mit der Bereitstellung einer Lösung für strukturierte Vorladerestriktionsdaten hat Loady erstmals eine gemeinsame, digitalfähige Datenbasis geschaffen, die diese sicherheitsrelevanten Informationen standardisiert, prüfbar und interoperabel macht.
Sie ermöglicht sowohl manuelle Vorproduktprüfungen – über eine einheitliche Benutzeroberfläche – als auch automatisierte Kontrollen über API-Schnittstellen, die in Transport- oder Yard-Management-Systeme bei Verladern oder Speditionen integriert werden können.
Diese Datengrundlage bildet den Grundstein für eine neue Form digitaler Zusammenarbeit in der Logistik von flüssigen Produkten: Sie reduziert manuelle Prüfaufwände, verbessert Planungs- und Reinigungsentscheidungen und eröffnet Perspektiven für weiterführende Anwendungen – etwa die Verknüpfung mit den Anwendungen der Reinigungsstationen, die Reinigungszertifikate erstellen und in Papierform bereitstellen – oder mit Anbietern von elektronischen Reinigungsnachweisen (eECD) wie ECLIC oder Bulkvision. In beiden Fällen wäre ein validierter Nachweis des Ergebnisses der Prüfung direkt auf dem ausgedruckten, per PDF bereitgestellten oder elektronischen Reinigungszertifikat.
Loady positioniert sich damit als Enabler für datengetriebene Qualitätssicherung in der chemischen und lebensmittelverarbeitenden Logistik – heute als eigenständige Lösung, morgen als zentraler Baustein eines vernetzten digitalen Ökosystems.
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Manuelle oder automatisierte Vorproduktprüfung (ePLR-Check)
- Spediteure prüfen vor der Disposition, ob Tank-/ Equipment- und Produktkombination zulässig sind
- Verlader führen Eingangskontrollen vor der Beladung durch
Die Nutzung einer einheitlichen Datenquelle ersetzt individuelle Listenprüfungen und schafft eine transparente, revisionsfähige Entscheidungsbasis.

Aufbau und Logik des Datenmodells
Loady strukturiert Vorladerestriktionen in einem mehrschichtigen, chemisch und logistisch konsistenten Datenmodell.
Ziel ist eine eindeutige, standardisierte und pflegbare Grundlage für alle Akteure in der Supply Chain.
Kernprinzipien:
· Eindeutige Identifikation:
Jede Substanz ist durch Namen, chemischen Namen, CAS- und EC-Nummer, Synonyme und sprachliche Alternativen klassifiziert.
· Mehrstufige Klassifikation:
Regeln können auf Stoffebene oder Gruppenebene definiert werden (z. B. „Säuren ausgeschlossen“, „Amine erlaubt nach definierter Reinigung“).
· Regeltypisierung:
Jede Kombination aus Produkt und möglichem Vorprodukt erhält einen klaren Status: erlaubt, nicht erlaubt oder erlaubt nach spezieller Reinigung, inkl. entsprechender Reinigungscodes. Auch die Anzahl der erlaubten Vorladungen ist erfasst.
· Chemische Logikschichten:
Das Modell erkennt stoffliche Äquivalenzen oder Verwandtschaften, auch wenn verschiedene Handelsnamen genutzt werden.
· Qualitätssicherung:
Validierungen, Freigabeschritte und automatische Erkennung von Dubletten sichern die Datenkonsistenz über Unternehmensgrenzen hinweg.
Vorladerestriktionen im Loady-Datenmodell




